Langzeitbeobachtungen im Arktischen Ozean

Die Arktis ist eine Region, in der sich der globale Klimawandel besonders stark manifestiert. Die sogenannte Arktische Verstärkung – ein Erwärmungstrend, der in der Arktis etwa drei Mal so stark ist wie der globale Durchschnitt – zeigt sich nicht nur in der Atmosphäre, sondern auch im Meereis und im Ozean.

Wir schaffen eine verlässliche Datengrundlage für wichtige ozeanografische Parameter in einer historisch wenig erforschten Region der Welt. Zudem überwachen und untersuchen wir die Variabilität des Süßwasserhaushalts im Arktischen Ozean sowie den nordwärts gerichteten Transport von warmem, salzhaltigem Atlantikwasser in die Arktis. Dafür setzen wir neben eisbrechergestützten Expeditionen eine Vielzahl autonomer Messsysteme ein.

Unsere Forschungsgebiete umfassen den Randstrom von der Framstraße bis in die sibirische Arktis sowie das obere Arktische Becken. Die Variabilität der physikalischen Ozeanparameter, die wir beobachten, steht in engem Zusammenhang mit Veränderungen in der Biogeochemie und dem Ökosystem.

Framstraße & Westspitzbergenstrom

Das Atlantische Wasser ist die wichtigste ozeanische Quelle für Wärme, Salz und Nährstoffe im Arktischen Ozean. Es gelangt durch die Barentssee oder die Framstraße in den Arktischen Ozean. In der östlichen Framstraße fließt das Atlantische Wasser…

Zentraler Arktischer Ozean

Die zentrale Arktis ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Klimasystems, nicht nur durch atmosphärische Televerbindungen, sondern auch durch Verknüpfungen in der Ozeanzirkulation mit niedrigeren Breitengraden. Dort können die Gyrenzirkulation und die…

Messsysteme und -technologien

Zusätzlich zu Messungen von Eisbrechern (Temperatur- und Salzgehaltsprofile mit Geräten vom Schiff und von nahegelegenen Eisschollen) gibt es eine internationale Initiative zur Nutzung autonomer, driftender, eisverankerter Bojensysteme für die…