Projektleitung: Stephan Ende
Mail an Stephan
(0)471 4831 2813
Laufzeit: 1.9.2024 – 31.8.2026
Kooperationspartner: Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, OOWV
Förderung: Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e. V.
Grüner Wasserstoff ist ein Schlüssel- Energieträger für die Energietransformation in Deutschland. Grün ist der Wasserstoff allerdings nur, wenn die für die Herstellung benötigte Energie ebenfalls grüne Energie ist, also durch Wind oder Sonne erzeugt wurde. Da die in Deutschland produzierte Menge an erneuerbarer Energie nicht ausreicht um den für die Umkehrosmose und Elektrolyse benötigten Energiebedarf zu decken, soll ein Teil des Wasserstoffs aus Ländern wie Australien importiert werden. Doch in diesen Ländern ist Süßwasser oft knapp, so dass auf Meerwasser zurückgegriffen werden soll. Dieses muss jedoch zuvor aufwendig und energieintensiv entsalzen werden.
Im Projekt BioDeSal konnte schon gezeigt werden, dass einige Mikroalgen in der Lage sind den Salzgehalt im Wasser massiv zu senken. Dieses Verfahren soll nun in diesem Projekt weiterentwickelt werden, so dass eine Vorentsalzung im großen Maßstab möglich wird. Dadurch könnte der Energiebedarf für die Herstellung von Reinstwasser (durch Umkehrosmose) um mindestens 80% gesenkt werden.
Die Umkehrosmoseanlage (RO), die heute etwa 70 % des gesamten entsalzten Wassers liefert, verbraucht für die Entsalzung von Meerwasser über 4 kWh/m3. Im Vergleich dazu benötigt die Brackwasserentsalzung deutlich weniger Energie und liegt in einem Bereich von 0,5-2,5 kWh/m3. Der geringere Salzgehalt ermöglicht eine Arbeit bei niedrigeren Drücken und eine viel höhere Wasserrückgewinnung. Dadurch sinkt der Energiebedarf bei einer technischen Entsalzung mittels Umkehrosmose mit dem Salzgehalt.
In vorangegangenen Studien konnten wir bereits im Labormaßstab zeigen, dass es mit Hilfe der biologischen Entsalzung der Salzgehalt um ca. 90% senken lässt (von 35g/L auf unter 4g/L). Das gegenwärtige Projekt soll demonstrieren, das die Reduzierung des Salzgehaltes gleichermaßen zu einer Reduzierung der Energiekosten der im letzten Schritt notwendigen Umkehrosmose beiträgt. Gleichmaßen führt diese Reduzierung des Energieverbrauch zu erheblichen Einsparungen bei kosten und Treibhausgasemissionen bei der Herstellung von Wasserstoff. Das Projekt hat aber auch ein Potential für die Entwicklung einer lokalen Wasserstoffproduktion für den Standort Nordwest Niedersachen. Diese Region ist aufgrund des Klimawandels zunehmend mit der Versalzung vom Grundwasser konfrontiert Hier bietet das Verfahren die Möglichkeit belastete Gewässer für die Landwirtschaft aufzubereiten und gleichzeitig überschüssige Mengen an grünem Strom die für die Herstellung von Wasserstoff zu nutzen.
Auf Basis der Projekt Ergebnisse soll berechnet werden, ob eine biologische Entsalzung im industriellen Maßstab umgesetzt und etabliert werden kann. Abgesehen von der Validierung der biologischen Entsalzung im industriellem Maßstab (Ziel ist die Herstellung von 3-4 m³ salzarmen Wasser (< 4g/L) pro Woche, sollen Märkte für die erzeugte Mikroalgen Biomasse sondiert werden. Auch die erzeugte Mikroalgen Biomasse kann einen Beitrag zur Verbesserung der Nachhaltigkeit leisten, etwa in dem Sie als Ersatz für mineralischen Kunstdünger eingesetzt wird (potenzielle Anwendungsbereiche Rasen- und Getreidedünger) bei denen der erwartete Salzanteil toleriert werden kann.
Es ist ein Artikel zum Projekt bei green economy bremerhaven erschienen
Projektleitung: Stephan Ende
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Laufzeit: 1.9.2024 – 31.8.2026
Kooperationspartner: Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, OOWV
Förderung: Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e. V.