09. April 2026. 51° 35'S, 56° 58' W. Die Falklandinseln in Sicht
Es ist schon wieder so weit… Wir sind auf den Falklandinseln angekommen. Die Expedition SWOS mit der Nummer PS153 ist zu Ende, und es heißt Abschied nehmen von der Polarstern. Doch bevor wir das tun, möchten wir noch einmal zurückblicken. Wir haben so viel erlebt.
Alles begann mit einer turbulenten Anreise: Statt der geplanten drei Tage dauerte sie wegen Schneetreibens in Frankfurt ganze fünf Tage. Kaum waren wir auf See, durchquerten wir den Antarktissund und wurden von Eisbergen, Walen, Robben und Pinguinen begrüßt. Ab hier verschwimmt alles ein wenig – eine scheinbar endlose Aneinanderreihung aus Wasser- und Eisarbeiten, zahllosen Proben, durchgearbeiteten Nächten, Helikopterflügen, kalten Fingern und Füßen sowie gutem Essen. Ab und an unterbrochen wurde das Ganze von Verankerungsarbeiten und ein bis zwei Stürmen, die zumindest den Außeneinsatz stoppten und uns Zeit gaben, etwas Ordnung in Tabellen und Notizen zu bringen.
Es gab viele schöne Momente. Allen voran unsere 24-stündige Eisstation mit einem traumhaft schönen Sonnenunter- und -aufgang, einer klaren, mondlosen Nacht und einem atemberaubenden Sternenhimmel mit sichtbarer Milchstraße. Dazu die vielen Pinguine, die uns auf dem Eis besucht haben, die Fahrten mit dem Schlauchboot durch frisches Eis und die besondere Ruhe auf einer Eisscholle – nur wir, eingeflogen mit dem Helikopter, ganz ohne das sonst allgegenwärtige Brummen der Polarstern.
Mit all diesen Erinnerungen – und noch viel mehr Daten – kehren wir nun nach Deutschland zurück, in unser anderes Zuhause, in unser anderes Leben. Einige Berichte wollen noch geschrieben, viele Daten weiterverarbeitet und ganz viel Schlaf nachgeholt werden. Es war eine besondere Reise, und wir freuen uns, diese Erinnerungen mit euch geteilt zu haben. Wir hoffen, ihr konntet einen kleinen Einblick gewinnen. Danke, dass ihr uns begleitet habt. Macht es gut – und vielleicht bis zum nächsten Mal?!